Das Tagebuch endet hier, da ich in der 7.-9. Woche bis zur Abgabe soviel Besuch im Welpengarten hatte und die Beschäftigung mit den Welpen einfach Vorrang hatte. Im Whatsapp-Status konnte jeder meine Welpenaufzucht täglich bis zum Schluss miterleben und sich ein lebendiges Bild von unseren Kleinen und ihren Aufzuchtbedingungen machen. Es war eine herrliche Zeit und ich denke gerne an die Piranhas und ihren Welpengarten zurück. :-)





29.07.-11.08. (5. und 6. Woche)
Der kleine, eingezäunte Welpengarten, der sich anfangs ganz hinten unter schattigen, schützenden Bäumen befand, verlagerte sich zu Beginn der 5. Woche recht bald in den vorderen Teil mit direktem Anschluss an das Haus. Das Wetter war nämlich so wechselhaft, dass man die Welpen ständig im Wäschekorb von draußen nach drinnen tragen musste und umgekehrt, und so war es nun deutlich einfacher. Man musste die Welpen einfach nur hereinrufen, wenn der Himmel mal wieder "weinte".
Polly hier noch im "kleinen" Welpengarten. Sie hat kurzfristig das Monopol auf den Trinknapf ;-)

Auf der überdachten Terrasse konnten sich die Welpen auch bei Nässe geschützt aufhalten und spielen. Das Iglu war sehr beliebt bei "Jung und Alt".

Als das Wetter sich besserte und stabiler wurde, eroberten die Welpen in kurzer Zeit ihre kleine Welt, von der Küche (das "Nacht-Revier") über den kühlen, gefliesten Flur bis hin zur schützenden Terrasse mit Zugang zum Garten, der mit allerlei Kletterangeboten ausgestattet war und zu Abenteuern einlud.
Der vordere Teil des neuen Auslaufs, hier noch mit Zaunelementen vom hinteren Teil abgetrennt


Auch das restliche Rudel bekam nun Zugang zum Welpengarten und nahm Kontakt zu den Piranhas auf, jeder auf seine eigene Weise. Piri und Piet hatten sofort einen besonderen Draht zueinander. Immer wenn Piri auftauchte, rannte Piet zu ihr hin, das war ganz drollig. Im Übrigen beschränkte sich Piris Mitwirkung in der Welpenaufzucht darauf, ein- bis zweimal täglich aufzukreuzen, alle Urenkel einmal kurz anzugrollen und dann wieder zu verschwinden. Wenn alle ihr Respekt gezollt hatten, war sie zufrieden. Kam aber Besuch, dann genoss sie die viele Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten der Besucher. Die Welpen hatten dann wieder auf Abstand zu gehen, denn von den Streicheleinheiten wollte sie nichts abgeben.
Piri und Piet

Stella hatte interessanterweise nach kurzer Zeit der Welpenbegeisterung genug davon, bei den Welpen reinzuschauen. Sie entschied sich lieber für den Außenposten und passte an der Gartenpforte auf, dass keiner reinkam, der sich nicht angemeldet hatte.

Immer mehr Welpen stellten nun ihre Ohren auf, z.B. Pinja und PanTau waren hiermit ganz früh. Lieblingsruheplätze waren nun schattige Plätze zwischen den Baumstämmen, unter der Gartenliege und später auch unter der Liege XL, die ich deshalb noch nachbestellt hatte.
Auch ein größeres Rasenklo für die Küche wurde nachbestellt, denn die P's wuchsen rasant und manchmal wurde es schon eng, wenn viele gleichzeitig "mussten". Am liebsten lösten sich die Welpen aber auf Naturrasen, und sehr schnell merkte man, dass sie versuchten, ihre Häufchen so weit wie möglich im hinteren Bereich des Auslaufs zu platzieren, während sie im vorderen Bereich vor allem spielten oder ihre Mahlzeiten einnahmen. Drei Mahlzeiten am Tag waren es nun, mit sich allmählich steigernder Menge.
Pinja und PanTau chillen im Schutz der Gartenliege auf kühlem Rasen

Manjas Muttermilch war natürlich trotz allem immer noch hoch im Kurs und lieferte zwischendurch immer wieder Kalorien für den "kleinen Hunger zwischendurch". Derweil wurde die arme Hundemama dabei immer dünner, egal, was wir in sie reinfütterten. Sie sparte nicht an Muttermilch und aß zwischendurch heißhungrig alles, was man ihr anbot - der reinste "Durchlauf-Futterautomat".
Manja, immer "im Dienst"

Viel Besuch gab sich in der 5. Woche bei uns die Klinke in die Hand. Da gab es für das Rudel viel aufzupassen und für die Welpen gab es viele entzückte "Ah's" und Oh's". Das Wetter spielte zum Glück größtenteils mit und ansonsten gab es ja auch auf der Terrasse und in der Küche genug Ausweichmöglichkeiten.
PanTau entdeckt seine kleine Welt

Anfang der 6. Woche kam meine Nichte Amelie aus HH und genoss mit ihrem Freund Malte die Zeit mit den Welpen. Dabei entstanden auch viele schöne Fotos, die sie mit ihrer Kamera aufnahm.

Und es kamen viele Freunde und Bekannte sowie zukünftige und ehemalige Riekendahler Welpeneltern zu Besuch. Natürlich waren auch allerlei Kinder dabei, die viel Trubel mit sich brachten.
Fria nimmt vorsichtig Kontakt zu den Welpen ihres Rüden Anuky auf

Der Welpengarten wurde in der 6. Woche auf die ganze Länge erweitert und mit Spielzeug und Klettermöglichkeiten wie Tunnel, Treppchen und Kisten sowie Vogelnestschaukel bestückt.

Piri hat aus sicherer Position heraus ein wachsames Auge über die Welpenschar

Der Hügel in der Mitte des Welpengartens ist immer sehr begehrt. Ausguckplattform sowie Kullermöglichkeit in einem.

Umgedrehte Kisten, die zufällig aufgestapelt sind, werden neugierig inspiziert und teilweise als Versteck oder "Schutzhütte" zum Schlafen genutzt.

Die beliebte Vogelnestschaukel, immer einladend für ein ausgelassenes Raufspiel

Piri überwacht die Grundstücksgrenze aus dem Welpengarten heraus. Sie hat die Ohren und Augen überall, umringt von ihrer Urenkelschar.

Auch mit unserer Katze Abby machten die Welpen in der 6. Woche endlich Bekanntschaft. Abby passte geschickt den Moment ab, in dem die Welpen "unschädlich" waren und halb schliefen, bzw. sich zumindest in träger Stimmung befanden. Das nutzte sie, um die merkwürdigen kleinen Plüschwesen etwas genauer in Augenschein zu nehmen - allerdings aus sicherer Entfernung "von oben herab".

Paulino nahm Abby kurzzeitig als merkwürdige Erscheinung wahr, um danach weiter zu schlafen. ("War wohl nur ein Traum...")

Drei Mahlzeiten, deren Menge sich allerdings noch weiter steigerte, blieben auf der Tagesordnung. Dennoch war Manja Tag und Nacht auch weiterhin voll im Dienst, säugte und "versäuberte" ihre Welpen und ging ganz in ihrer Mutterrrolle auf. Oft säugte sie zwar schon im Stehen, aber hin und wieder bot sie ihre Milchbar auch noch in der bequemen Horizontallage an. (Gleicht eher einer "Belagerung")

"Das Leben ist kein Ponyhof" sagt man, das gilt auch für Welpen. Es gab auch Dinge, die nicht zur Hitliste gehörten, aber getan werden mussten: es wurden die spitzen Krallen mal wieder gekürzt, die zweite Entwurmung war dran und zudem mussten die Piranhas auch noch eine Flohbehandlung über sich ergehen lassen, eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Waschmaschine lief den ganzen Tag und die Wäschespinne war rund um die Uhr bestückt mit im Wind flatternden Handtüchern und Decken aller Art. Und nicht nur die Waschmaschine lief, sondern auch der Rasenmäher.

Laut knatternd drehte das gelbe Ungetüm auf der Fläche des großen Gartenteils nebenan seine Runden und wurde von den Welpen staunend und nicht gerade mit Begeisterung in den Augen verfolgt.
Einige Welpen blieben trotzdem beobachtend, aber skeptisch draußen sitzen, andere verschanzten sich dagegen sicherheitshalber unter die große Liege, von wo aus sie sich das Ganze irritiert ansahen. Eine kleine Spieleinheit half, die kleinen Bangbüxen wieder aus der Reserve zu locken und schon bald war ihre kleine Welt wieder in Ordnung.

Und anschließend wurde die gesamte, ungewohnt frei geräumte Rasenfläche des Welpengartens neu erkundet. Mutti war dabei und gab ihnen Sicherheit und Geleit.

Am nächsten Tag wurde der Kletterpark wieder neu aufgebaut, aber anders als vorher. Hinzu kamen noch einige weitere Ideen wie Bällebad und Treppen und Kisten in veränderter Anordnung, so dass der Spielplatz wieder ganz spannend war.
Piet "auf dem Siegertreppchen"

Die Besucher, die in den darauffolgenden Tagen kamen, rundeten das bunte Bild perfekt ab. So kam auch der halbe L-Wurf zu Besuch, sogar teilweise mit Übernachtung, um die Piranhas kennen zu lernen. Unsere sechs Zwerge sind eine echte Attraktion, scheint mir. ;-)

Pinja genießt ausdauernd die Rückenlage zu Silkes Füßen

Manja nahm die Besucherströme gelassen hin und genoss die viele Zuwendung. Sie hatte auch keinerlei Probleme damit, dass ihre Welpen von Besuchern auf den Schoß genommen wurden und blieb vollkommen entspannt.
Diese Gelassenheit und Ruhe, die Manja während der gesamten Aufzucht zeigt, überträgt sich offenbar auf ihre Welpen. Sie sind alle Sechs durchweg ausgeglichen und entspannt. Sie ruhen, spielen und fressen in großer Einigkeit. Auch wenn es zwischendurch natürlich mal Raufereien und Balgereien gibt, wird es nie dramatisch, sondern die Stimmung im Welpengarten bleibt in der Regel immer moderat.
Oft sieht man jeweils zwei Welpen miteinander spielen oder beieinander sitzen und liegen. Gut, dass wir eine gerade Wurfzahl haben, jeder sucht sich einen Partner seiner Wahl ;-)
PanTau und Pinja

Wir hoffen, dass sich unsere Piranhas ihre Harmonie noch bis zum Ende der Aufzucht bewahren. Es liegen nur noch wenige Wochen vor uns, bis die Welpen nach und nach in ihr neues Zuhause umziehen. Der erste Auszug ist bereits am 29.08.
Diese Zeit werden wir noch für wichtige Dinge nutzen wie z.B. Kuscheln, Kuscheln und nochmals Kuscheln. ;-))


15.-28.07. (3. und 4. Woche)
Ausblick aus dem Fenster des Wurfzimmers

Warme Tage und Nächte waren es, in denen Manja in der dritten Woche ihre Welpen oben im Wurfzimmer zu versorgen hatte. Bei weit geöffnetem Fenster und Durchzug war es ganz erträglich, obwohl - für unsere "Pelztiere" sicher immer noch zu warm.

Manja hielt sich tagsüber oft weiterhin oben auf dem Treppenabsatz oder unten im Flur bzw. beim Rudel draußen im Garten auf, ging aber immer pflichtbewusst nach der eigenen inneren Uhr ihres Mutterinstinkts nach oben in die Wurfkiste zum Putzen und Säugen.
Nachts blieb Manja die ganze Zeit bei den Welpen in der Wurfkiste liegen und ertrug mit stoischer Miene die Unruhe und das teilweise ohrenbetäubende Gequietsche ihrer Kinder. Als ich auf die Idee kam, Manja zwischendurch einige Stunden mal mit in mein Zimmer zu nehmen, wurde es in der Kiste zeitweise etwas ruhiger und man bekam etwas Schlaf nebenan. (Vielleicht verströmte Manja zu viel mütterliche Wärme und den Welpen war es einfach zu warm.) Aber es blieben insgesamt "laute Nächte" in der dritten Woche. Besonders das Fräulein mit dem rosa Halsband namens Peppa hielt uns auf Trab und so bekam sie jede Menge besondere Zuwendung und wurde getragen und hin- und hergewiegt. Unsere Tochter Kathi war ein paar Tage hier und unterstützte mich fleißig dabei, Fräulein Rosa bei Laune zu halten. Doch alle Bemühungen (Rescue, Nux Vomica, Ziegenmilch, Massagen, Wiegen) hielten nicht lange vor, es war echt ein Problem.

Der Durchbruch kam endlich mit der Idee, den Namen von Fräulein Rosa zu ändern. Danke an Carola Eggers, die mir diesen heißen Tipp gab. Nach Absprache mit der dazugehörigen Familie wurde die "feurige Peppa" in Polly-Pearl umbenannt und ab sofort herrschte ein angenehmes Klima im Piranha-Becken. Vorbei waren die unruhigen Zeiten. Vom Zeitpunkt der Namensänderung an war Fräulein Rosa nicht mehr wiederzuerkennen: mit ihrem neuen Namen Polly war Fräulein Rosa total ausgeglichen und zufrieden, und wir hatten endlich entspannte Nächte. Eine unglaubliche und nicht mit dem Verstand erklärbare Geschichte - aber wirklich wahr.
Die sechs Piranhas dümpeln zufrieden in ihrem Becken herum

In der dritten Woche bekamen die Welpen das erste Mal die langen spitzen Krallen geschnitten. Das geschah quasi im Schlaf und ehe der jeweilige Welpe es gemerkt hatte, war ich damit schon fertig. Und auch die erste Wurmkur war fällig. Die Augen hatten die Welpen ja bereits in der 2. Woche geöffnet und auch die Ohren waren nun voll in Betrieb. Aber auch die "Beißerchen kamen nun deutlich zum Vorschein (parallel zu den ersten Zähnchen unserer einjährigen Enkelin ;-)
Piet zeigt Zähnchen

Zwischen Stella und Manja stellte sich trotz der zur Zeit stark veränderten Situation im Rangordnungsgefüge wieder eine gewisse Vertrautheit ein, die uns sehr freute. Natürlich nur, wenn es gerade nicht um die Welpen ging, denn da macht Manja keine halben Sachen. Aber dicht nebeneinander ruhen, so wie früher, das war schon wieder möglich.
Vertraute Zweisamkeit

Stella hat mit dem Rollenwechsel zu kämpfen. Zuletzt war immerhin sie es gewesen, die Welpen aufgezogen hatte. Und nun setzt ihr die wesentlich jüngere und bisher auch rangniedrigere Manja einen Wurf vor die Nase, wo man nicht "mitreden" darf. Das ist nicht leicht zu verkraften. Zudem hat Stella auch noch parallel mit ihrer eigenen Scheinmutterschaft zu kämpfen. Die Hormone setzen ihr ordentlich zu, so dass sie etwas traurig wirkt und appetitlos ist. Das Leben einer Hündin ist nicht immer so leicht in dieser Phase, besonders, wenn dann auch noch ausgerechnet Welpen da sind, die einem nicht selber gehören.
Apropos Appetit: die Welpen hatten gegen Ende der dritten Woche zwar relativ gut zugenommen, aber dennoch wurde es nun Zeit, an die erste Zufütterung zu denken. So bekamen die Welpen am letzten Tag der dritten Woche das erste Mal Ziegenmilch gereicht.

Das erste Mal aus einem Napf schlabbern ist etwas völlig Neues, dennoch lernten es die Piranhas blitzschnell und ließen kaum etwas übrig. Anschließend wurde gegenseitige Gesichtspflege betrieben, so dass kein Tröpfchen Milch verschwendet wurde. Manja leckte anschließend die Schale blitzblank und gab dann noch eine Runde "Nachtisch" für ihre Kinder aus.
So lässt es sich leben - angenehm satt, in netter, familiärer Gesellschaft und mit einem dazu noch erweiterten Wirkungskreis, wo man plötzlich mehr Bewegungsfreiheit hat. Die Wurfkiste wurde geöffnet und (zunächst provisorisch) um das Doppelte an Fläche erweitert. Dem ausgiebigen Erkunden und Erspielen der neuen "Freiheit" folgte komatöser Schlaf und damit eine lange Ruhezeit für Manja und uns, bis die nächste Mahlzeit an der mütterlichen Milchquelle wieder auf der Speisekarte stand.

Zu Beginn der 4. Woche stand nun eindeutig der Umzug in die Küche an. Sozusagen die Umsiedlung von der Kinderstube in das Jugendzimmer. Dem Expansionsdrang der Welpen konnte nun Rechnung getragen werden, denn die Wurfkiste war ständig geöffnet und ein zunächst begrenzter Raum mit allerlei Spiel- und Kuschelsachen standen den Piranhas zur Verfügung.

Nicht nur die Welpen, sondern auch unser Rudel fand das alles sehr interessant. Piri warf als Erste mit erfahrener Kennermiene einen Blick über die Welpenschar und trollte sich dann unaufgeregt in ihre Kudde, sie wusste Bescheid. Stella wollte ganz aufgeregt sofort zu den Welpen, wurde aber von Manja geblockt und Stella musste den Rückzug antreten. Komplett gewaltfreie Kommunikation und ganz eindeutige Ansage: "Du musst draußen bleiben".
"Bis hierher und nicht weiter" - so lautete denn auch für die restliche Zeit der 4. Woche die Ansage an Stella, aber auch an Bille. Piri hingegen hatte da freie Hand, sie durfte zu den Welpen, wann immer sie wollte. Sie wollte aber gar nicht oft hin, sondern schaute nur ab und zu kurz nach dem Rechten und ging dann wieder weg, mehr nicht. Faszinierend, wie unterschiedlich die Hündinnen im Rudel auf die Welpen reagieren.
Dass die Welpen nunmehr in der Küche untergebracht waren und somit nicht mehr separiert wurden, (abgesehen vom Laufstall, in dem die Welpen innerhalb der Küche ihr eigenes ungestörtes Reich hatten), führte bald zu einer Gewöhnung, so dass auch die normale Fütterung des gesamten Rudels ganz normal neben dem Welpenlaufstall ablief.

Der Clou im Welpenlaufstall ist auf jeden Fall das Rasenklo, das von den Welpen sofort angenommen wurde. Immer wieder sah man von Anfang an die Welpen das Klo aufsuchen. Und bei der Kontrolle der Auffangschublade stellte sich heraus, dass diese auch immer ordentlich gefüllt war und geleert werden musste. Ein Rasenklo der Größe L ist bereits bestellt und wird demnächst noch zusätzlich aufgestellt, damit es bei größerem Andrang keine Probleme gibt.
PanTau findet, die Geschäfte laufen prima ;-)

Manja hat trotzdem immer noch genug damit zu tun, ihre Kinder zu putzen und auch die Hinterlassenschaften zu beseitigen, die darüber hinaus daneben landen. Und natürlich steht auch die Muttermilch noch immer hoch im Kurs. Meistens quetscht sich Manja quer in die kurze Seite der Wurfkiste und dann fallen die sechs Piranhas mit ihren kleinen spitzen Zähnchen über sie her und malträtieren ihre Gesäugeleiste. Aber sie erduldet es mit mütterlicher Geduld.

Im Laufe der vierten Woche erhöhte sich nicht nur die Häufigkeit der Zufütterung auf drei Mahlzeiten, sondern auch die Varianz kam hinzu. Die Ziegenmilch wurde teilweise mit Flocken angedickt, auch lernten die Welpen leckeres Nassfutter und Puppybrei kennen. Fleischmahlzeiten wurde hierbei deutlich der Vorzug gegeben.
In der Mitte der vierten Woche startete die Serie der Welpenbesuche. Auftakt machte hierbei meine Nicht Julie mit Freundin Deborah, die voller Entzücken einen Vormittag am Laufstall der Welpen verbrachten.

Und da das Wetter einladend war, richtete ich am nächsten Tag eine Ecke im Garten als Welpenauslauf ein, schön geschützt im Schatten einiger Bäume. Dort verbrachten die Piranhas selig einige Stunden des Tages, umgeben von Spielzeug, Röhren zum Verstecken, hohen Grasbüscheln zum Reinkriechen und gemütlichen Liegeplätzen, die am Ende zur Deko verkamen, weil die Welpen es als "Naturburschen" deutlich bevorzugten, im Gras oder unter geschützten Rampen oder in der Röhre zu liegen.
Pinja bekommt Besuch

Stella wieder nur am Rande des Geschehens, aber mit vielen Streicheleinheiten bedacht






Die Stunden im Freien und der täglich wechselnde Besuch mit ausreichend Schlaf- und Ruhepausen zwischendurch tat den Welpen sehr gut. Sie genossen es, waren zufrieden und fröhlich, spielten kurz und schliefen lang an den unmöglichsten Stellen und genossen einfach die abwechslungsreiche Zeit an der frischen Luft. Und das Essen schmeckte draußen im Garten nochmal so gut, was auch die kräftigen Gewichte am Ende der vierten Woche bestätigten. ;-)

Und wenn es dann abends hieß: "Nun aber alle wieder zurück in die Küche ins Laufställchen", dann sah man den Hundekindern direkt an, dass sie meinten, sie seien aber noch gar nicht müde und wollten noch gar nicht ins Bett. ;-)
Kaum waren aber fünf Minuten vergangen, fielen die sechs Piranhas nach und nach in tiefen Schlaf und ihre zuckenden Öhrchen und Beinchen verrieten, dass sie ihre aufregenden Erlebnisse des Tages in lebhaften Träumen verarbeiteten.


Die Abendzeit, wenn der Besuch sich verabschiedet hat und die Welpen tief und fest schlafen, die gehört dann unserem Rudel.

Endlich Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch die Felder in abendkühler Luft, wo man sich mal wieder anderen, alltäglichen Dingen widmen kann. Mäuschen oder anderes Getier aufspüren und einfach miteinander die Seele baumeln lassen.

01.-14.07. (1. und 2. Woche)
"Mann, ist das anstrengend..." Man liest es Manja quasi von der Stirn ab.


Die sechs kleinen P's entwickelten sich innerhalb der ersten beiden Lebenswochen von pflegeleichten kleinen Babys, die nur tranken, schliefen und zunahmen zu quirligen, heißhungrigen Piranhas, die den Hals nicht vollkriegen konnten. Die wirklich bemerkenswerte Gewichtszunahme belegte, dass Manja durchaus viel Milch hat und Grund zur Zufriedenheit an der "Bar" bestehen müsste. Doch einige der P's waren unersättlich und kamen oft auch nach ausgiebigen Mahlzeiten an der Mutterbrust anschließend nicht sofort zur Ruhe. Unruhiges Wandern und lautes Quietschen vertrieben uns somit die "nächtliche Langeweile" und hielten uns, besonders in der 2. Woche, auf Trab. Manja gab ihr Bestes und lernte gekonnt, besser als wir Menschen, wirklich notwendiges Geschrei von "Gequake" zu unterscheiden und blieb meist total gelassen, während wir Menschen häufig überbesorgt auf das Welpengequietsche reagierten.

Manja versteht es, sich ihren Schlaf immer dann zu holen, wenn ihre Kinder gerade Sendepause haben. In solchen Pausen findet man Manja häufig unten, meist auf den kühlen Fliesen im Flur, wo sie ein Ohr auf ihre Welpen und gleichzeitig ein Ohr zum Gartenzaun hat, wo sie zusammen mit dem Rudel ihren "Wachdienst" inzwischen wieder aufgenommen hat und hilft, Fahrradfahrer zu vertreiben. Aber auch oben auf dem Treppenabsatz liegt Manja gern, wo sie ebenfalls sowohl Welpen als auch Haustür voll im Blick hat.

In der Wurfkiste geht es seit der zweiten Woche zunehmend trubelig zu, da die Welpen mittlerweile alle die Augen geöffnet haben und auch schon einiges akustisch mitbekommen.

Es ist total spannend zu beobachten, wie die Aktivitäten sich mehr und mehr von der reinen Nahrungszufuhr zu Interaktionen zwischen einzelnen Wurfgeschwistern oder zur Mama weiterentwickeln.

Diese Interaktionen und Wanderereien durch die Wurfkiste, die noch sehr tollpatschig aussehen, sind aber nur von kurzer Dauer, da dann bald wieder der Schlaf nach seinem Recht verlangt. Die Welpen liegen in den drolligsten Stellungen und Verrenkungen und verlagern ständig ihre Position. Man kommt mit dem Fotografieren kaum hinterher, so schnell sind die Szenen wieder vorbei, die man gerade für die Ewigkeit festhalten wollte.




Unser Sixpack hat bereits früh wunderschöne Namen bekommen, denn sie wurden schon in der ersten Woche ihren späteren Welpeneltern zugeordnet. Die Rüden heißen Piet, PanTau und Paulino. Die Hündinnen heißen Peppa, Pina und Pinja Elliott. Alle zukünftigen Welpeneltern sind sehr glücklich mit ihrer Wahl und erfreuen sich jeden Tag an Videos und Fotos in der Whatsapp-Gruppe, die ihnen hautnah einen Eindruck vom Leben und Treiben ihrer Hundebabys in der Wurfkiste vermitteln und die Vorfreude auf den ersten Besuch bei uns steigern.




Manja frisst inzwischen wieder normal aus dem Napf, können wir vermelden. Normal...naja, im Liegen ist Fressen vielleicht nicht ganz normal, aber jedenfalls annähernd. ;-) Handfütterung ist jedenfalls Geschichte. Sie mag aber inzwischen statt Barf viel lieber Dosennahrung, diesem Wunsch kommen wir natürlich gerne nach. Und wonach Manja absolut verrückt ist, das ist warme Ziegenmilch, dafür lässt sie alles stehen und liegen.

Viele wollen natürlich wissen, wie es jetzt mit dem Rudel läuft bei uns. Tja, Stella ist hier die entscheidende Stellschraube. Sie fühlt sich natürlich durch Manjas neue Position als Hundemama degradiert, denn das ist ja zuletzt immer noch ihre Aufgabe gewesen. Nun fand Stella es anfangs sehr spannend, als sie merkte, Welpen sind unterwegs. Und als sie dann die typische Gerüche und Geräusche wahrnahm, da wollte sie unbedingt zu den Welpen. Wir erlaubten ihr einen kurzen Blick in die Wurfkiste. Manja jedoch spürte, dass dies eine brenzlige Situation war und reagierte gestresst. Von da an durfte Stella nicht mehr hoch und musste sich in Zurückhaltung üben. Zunächst war sie sehr beleidigt und war gar nicht begeistert, wenn Manja unten auftauchte. ("Nun brauchst du hier auch nicht mehr anzukommen und dich einzuschleimen!") Aber nach ein paar Tagen legte sich die Spannung immer mehr und Stella hat inzwischen begonnen, die neue Situation zu akzeptieren. Die beiden Mädels nähern sich einander wieder an.

Und Piri? Die hält sich als kluge Oma aus allem raus. (Nach dem Motto "Schweigen, schlucken, schenken", wie meine Schwiegermutter die Großmutterrolle einmal definierte.) Naja verschenken tut Piri zwar nichts, aber sie verhält sich komplett neutral und hat keinerlei Ambitionen, das Welpenreich im ersten Stock aufzusuchen. Auch Bille nicht, bei ihr ist es nur die Anhänglichkeit, die sie dazu treibt, sich an meine Fersen zu heften, wenn ich zu den Welpen hoch gehe. Das findet Manja dann aber nicht so witzig und schnappt sie dementsprechend ab und stellt sich ihr vor der Wurfkiste in den Weg. Dabei hat Bille mit Welpen nicht das Geringste am Hut, wenn sie das Manja doch nur begreiflich machen könnte.
Wir genießen wieder täglich unsere Rudel-Spaziergänge durch sommerliche Getreidefelder und es wird weiterhin gemeinschaftlich nach interessanten Wildspuren Ausschau gehalten.



Aber die Spaziergänge dürfen nie allzu lang sein. Erstens ist es zu warm dafür und zweitens möchte Manja ihre Welpen ja auch nicht zu lange missen. Nach dem Spaziergang geht sie dann die Treppe rauf und schaut von Weitem über die "Reling" der Wurfkiste, ob alles im grünen Bereich ist. Aber völlig ohne Eile und ganz gelassen, - sie ist schon eine sehr souveräne Hundemama.

Ginger wird heute 10 Jahre alt und lebt seit ein paar Jahren in Steinbergkirche mit ihrem Kumpel Tamino bei unserer Tochter.
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Herzlichen Glückwunsch, lieber PanTau, Piet und Paulino sowie Polly-Pearl und Pinja-Elliot, zu eurem ersten Geburtstag! Bleibt weiterhin so lustige und freundliche Begleiter für eure Familien! Alles Gute für Euch!
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Im Juni wurde mir vom EFD die Aufgabe übertragen, Eurasier in Not zu vermitteln.
Wir planen unseren Q-Wurf zum Frühjahr 2027.